Der erste meteorologische Herbstmonat 2026 war außergewöhnlich warm, sehr trocken und überaus sonnenreich. An der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Geisenheim zeigte sich zum Monatsende eine Durchschnittstemperatur von 18,1 °C mit einem Plus von 2,8 °C zur Referenzperiode 1991-2020. Damit reiht sich der vergangene Monat an die vierte Stelle der bisher wärmsten September seit Aufzeichnungsbeginn ein. Der Niederschlag war mit 9,8 l/m² sehr niedrig. Zur Monatssumme des langjährigen Mittels fehlen 33 Liter/m². Damit verschärfte sich die vorherrschende Trockenheit deutlich. Die Sonne zeigte sich mit einem Überschuss von 53,5 Stunden mal wieder von ihrer sehr großzügigen Seite und bestätigte ein bisher sehr sonnenreiches Jahr. Im Laufe des Septembers wurde bereits die Anzahl an Sonnenscheinstunden, die üblicherweise in einem ganzen Jahr zusammenkommt, überschritten. Beim Blick auf den September in den Annalen der Wetterstation in Geisenheim zeigt sich, dass die Mitteltemperatur bisher nur drei Mal höher ausgefallen ist (1947, 2023 und 2016) als im zu Ende gegangenen Monat.

Niederschläge im vergangenen Monat an den Wetterstationen im Rheingau und an der Nahe waren selten und wenig ergiebig, was die vorherrschende Trockenheit deutlich verschärfte. Es fehlten 33 l/m² zum langjährigen Mittel (9,8 statt 42,8 l/m²). In der Aufsummierung der Regenmengen seit Jahresbeginn bis zum 30.09. fehlen bereits knapp 100 l/m² zum üblichen Wert der Referenzperiode.
Bei der Ausbeute an Sonnenscheinstunden gab es in Geisenheim erneut ein deutliches Plus zu vermelden (216,6 statt 163,1 Stunden). Der siebte Monat in Folge mit überdurchschnittlichen Werten bestätigte ein bisher sehr sonnenreiches Jahr. Der bisherige Sonnenreichtum lässt sich auch daran festmachen, dass im Laufe des vergangenen Septembers bereits die Anzahl an Sonnenscheinstunden überschritten wurde, die üblicherweise in einem ganzen Jahr zusammenkommt.
Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt, Dezernat Weinbau


