Weinpaket Heller

6er Paket „Rote Trauben – Heller Wein“

Nicht aus jeder roten Traube wird auch ein Rotwein!

Regulärer Preis 64,50 €, im 6er Paket 49,50 € (15,00 € gespart).

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Bevor der Weinberg erwacht

Die Reben werden gezielt mit Nährstoffen versorgt

Eine Düngung im Weinbau ist in früheren Zeiten nach standardmäßigen Empfehlungen zumeist staatlicher Stellen pauschal erfolgt. Dabei hatten diese Empfehlungen vor allem die Ertragsmaximierung im Blick. Diese Düngemengen waren fast immer überdimensioniert und führten zu einer Anreicherung bestimmter Nährstoffe, wie etwa Phosphor, in den Böden, in Gewässern und letztlich auch im Grundwasser.

Zur Vermeidung unnötiger, Ökologie und Ökonomie belastender Maßnahmen, werden heute im Weinberg alle 4-6 Jahre Bodenproben in speziellen Bodenlaboren auf die Hauptnährstoffe (Kalium, Phosphor, Magnesium) sowie den Humusgehalt untersucht. Zum Ende des Winters hin, ist die richtige Zeit gekommen Proben zu entnehmen. Dazu wird ein spezielles, einseitig offenes Rohrstück (Bohrstock) mit einem großen Kunststoffhammer etwa 60 cm in den Boden eingeschlagen. Beim Herausdrehen des Bohrstocks verbleibt Erde im Rohr zurück. Diese Erdprobe wird in die Schichtung 0-30 cm und 30-60 cm getrennt. Da Nährstoffe wie etwa Magnesium vom Regenwasser in tiefere Schichten transportiert werden ist die Einteilung in einen Ober- und Unterboden sinnvoll. Pro Weinberg (Schlag) sind 12-15 „Einstiche“ notwendig, um eine repräsentative Mischprobe zu erhalten. Tatsächlich sind die dabei ermittelten Düngemengen der Hauptnährstoffe meist sehr gering und eine Düngung auch nicht jährlich notwendig, da die Rebe über die Trauben nur einen relativ niedrigen Entzug aus dem Boden realisiert.

In der öffentlichen Wahrnehmung kommt dem Nitrat eine große Bedeutung zu. Als Nitrat ist der darin enthaltene Stickstoff (Baustoff von Aminosäuren) direkt pflanzenverfügbar und für das Wachstum der Pflanzen verantwortlich, unterliegt in dieser Form aber auch einer großen Auswaschung ins Grundwasser. Eine direkte Düngung von Nitrat-Stickstoff kommt daher nur in seltenen Fällen vor. Sinnvoller ist es einen stabilen Gehalt an Humus im Boden zu erreichen. Beim langsamen Abbau dieser organischen Substanz wird Nitrat in Mengen frei, die kaum einer Auswaschung unterliegen. Vor allem wenn Begrünungen des Weinbergbodens dieses Nitrat in der Zeit aufnehmen, in der sich die Rebe in ihrer Winterruhe befindet. Dabei wird gleichzeitig die Bodenstruktur verbessert, die für die Wasserhaltefähigkeit der Böden mitentscheidend ist. Ein gesundes Bodenleben kann durch den Verbund von Humus mit Bodenteilchen zu stabilen Krümeln diesen Effekt noch vergrößern. Zum Aufbau und der Stabilisierung von Humus ist die Zufuhr von Kompost, zum Beispiel aus Hackschnitzeln, das Mittel der Wahl.


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